Kalte oder warme Cola?
Warme Flüssigkeiten halten weniger Gas. Welche Fontäne wird höher?
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Quelle: Mentos-Cola-Experiment: Warum die Cola hochschießt
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Küchenexperiment
In Cola ist viel Kohlenstoffdioxid gelöst. Kau-Pfefferminzbonbons wie Mentos sind mit winzigen Grübchen übersät, an denen Bläschen entstehen. Fallen sie hinein, wird das ganze Gas auf einmal zu Bläschen und drückt die Cola als Fontäne heraus. Neues entsteht dabei nicht: Das ist eine physikalische Veränderung.

Tippe in Extrem Malen (Extreme Drawing) im kostenlosen Bereich Experimente auf Ausbrüche und wähle Cola und Pfefferminz. Dann tippst du auf die Stelle im Papier, wo die Flasche stehen soll.
Nach einem kurzen Moment schießt etwa drei Sekunden lang eine Colafontäne hoch, die schwächer wird, je mehr Gas entweicht, mit lautem Zischen. Sie regnet in einem weiten Ring aus klebrigen braunen Tropfen herunter, die einziehen und das Papier verfärben.
Dann geht der Spaß erst los, denn die Cola bleibt zuckrig: Ameisen kommen und Fruchtfliegen finden sie. Schieb das Blatt in den Ofen, und die Cola kocht zu Karamell ein. Alles, was du auf deinem Küchenboden lieber nicht hättest.

Du brauchst
Eine 1,5- oder 2-Liter-Flasche zuckerfreie Cola mit Zimmertemperatur (viel weniger klebrig als normale Cola)
Eine Rolle Kau-Pfefferminzbonbons mit rauer Oberfläche: Mentos sind der Klassiker, etwa 5 bis 7 Stück
Ein Blatt Papier, zu einer Röhre gerollt, die etwas breiter ist als die Bonbons, und ein Stück Pappe
Schutzbrillen
Viel Platz draußen: Rasen oder ein Weg, weg von Autos, Fenstern und Wänden
Eine Gießkanne oder einen Gartenschlauch für danach
Stell die Flasche draußen aufrecht auf ebenen Boden. Alle setzen die Schutzbrille auf.
Dreh den Deckel langsam ab, damit nichts überschäumt, und leg ihn weg.
Halte die Pappe wie eine Falltür unter die Papierröhre und stapel die Bonbons hinein.
Wie hoch spritzt es? Höher als du? Höher als eine Tür? Markier deine Vermutung an einem Zaun oder einer Wand.
Der Erwachsene hält die Röhre über den Flaschenhals, zieht die Pappe weg, sodass alle Bonbons auf einmal fallen, und alle machen drei große Schritte zurück.
Vergleich die Höhe mit deiner Vermutung. Dann spül die klebrige Stelle mit Wasser weg und gib die leere Flasche ins Recycling (in Deutschland meist mit Pfand).
Mythos-Check
Nein. Das ist ein Schulhof-Mythos. Man schluckt auf einmal viel weniger als eine ganze Flasche, das Gas hat Platz zum Entweichen und kommt als Rülpser wieder heraus. Angenehm ist das aber nicht, und hastig Sprudelgetränke herunterzukippen kann Bauchweh machen, also keine gute Mutprobe. Die Fontäne gehört nach draußen, in eine Flasche.
In der Cola versteckt sich jede Menge Gas, das Bläschen machen will. Die hubbeligen Bonbons geben den Bläschen Millionen Stellen, an denen sie gleichzeitig anfangen können. Das Gas schießt heraus und nimmt die Cola mit.
Für Erwachsene. Cola enthält Kohlensäure: Kohlenstoffdioxid ist unter Druck darin gelöst, mehr, als nach dem Öffnen gelöst bleiben kann. Um herauszukommen, braucht das Gas Stellen, an denen Bläschen entstehen können (Kondensationskeime oder Nukleationsstellen). Eine glatte Flasche bietet davon kaum welche, deshalb wird offene Cola nur langsam schal. Die Oberfläche eines Mentos ist mit mikroskopisch kleinen Grübchen übersät, jedes eine solche Keimstelle, und die Bonbons sinken schnell, sodass die Bläschen in der ganzen Flasche gleichzeitig entstehen. Gummiarabikum in den Bonbons und der Süßstoff in zuckerfreier Cola senken außerdem die Oberflächenspannung, sodass sich Bläschen noch leichter bilden. Der Gasschwall drückt die Cola nach oben und hinaus. Ein neuer Stoff entsteht nicht, es ist also eine physikalische Veränderung und keine chemische Reaktion: Das Kohlenstoffdioxid war die ganze Zeit in der Cola.
Für Lehrkräfte
Ein Einstieg in Gase, der in Erinnerung bleibt: Er passt im Sachunterricht zur naturwissenschaftlichen Perspektive (Perspektivrahmen der GDSU), beim Thema Stoffe und ihre Eigenschaften, hier ein Gas, das in einer Flüssigkeit gelöst ist. Spannend ist auch der Vergleich mit Natron und Essig: Dort entsteht ein neues Gas, hier kommt Gas heraus, das schon da war. Zeigt den Ausbruch aus der App am Whiteboard und macht dann eine Flasche auf dem Schulhof.
Die raue Oberfläche der Bonbons gibt dem gelösten Kohlenstoffdioxid in der Cola Millionen Stellen, an denen sich gleichzeitig Bläschen bilden. So viel Gas kommt so schnell heraus, dass es die Cola aus der Flasche drückt.
Nein, es ist eine physikalische Veränderung. Das Gas war schon in der Cola gelöst; die Bonbons lassen es nur auf einmal entweichen. Es entsteht nichts Neues.
Meistens ja: Zuckerfreie Cola spritzt oft höher und ist viel weniger klebrig beim Aufräumen. Normale Cola sprudelt aber auch.
Du musst wahrscheinlich viel rülpsen, und dein Bauch fühlt sich vielleicht unangenehm an, aber er platzt nicht. Das ist ein Mythos.
Fünf bis sieben Bonbons in einer 1,5- oder 2-Liter-Flasche geben eine schöne Fontäne. Wirf sie mit einer Papierröhre alle auf einmal hinein, damit das Gas gemeinsam herauskommt.