Vollmilch oder fettarme Milch?
Nimm zwei Teller. Welcher wirbelt länger? Probier auch Sahne oder Haferdrink.
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Quelle: Magische Milch: Milch-Experiment mit Spülmittel
Die Mal-App, in der das Papier echt ist. Keine Werbung, keine Konten, keine Daten.
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Küchenexperiment
Tropf Lebensmittelfarbe auf Milch und tupf dann mit etwas Spülmittel hinein: Die Farben flitzen vom Spülmittel weg und wirbeln weiter. Das Spülmittel schwächt die Oberflächenspannung der Milch und hängt sich an ihr Fett, und die bewegte Milch nimmt die Farbe mit.

Alles, was du brauchst, steckt in Extrem Malen (Extreme Drawing) im Bereich Experimente, und alles davon ist kostenlos.
Tippe auf Milch gießen und zieh den Finger, um eine weiße Pfütze aufs Papier zu gießen.
Wähle Lebensmittelfarbe (rot, blau, grün oder gelb) und tropf ein paar Tropfen in die Milch. Sie bleiben als einzelne Farbkleckse liegen, genau wie auf einem echten Teller.
Wähle Spülmittel und tupf in die Milch. In der ersten Sekunde spritzen die Farben vom Spülmittel weg, dann ziehen sie in langen Schlieren wie Kometenschweife nach außen; wo zwei freie Stellen aufeinandertreffen, sammelt sich die Farbe zu Linien wie ein Y. Die Bewegung klingt langsam aus, über etwa 20 bis 45 Sekunden.
Jeder Tropfen Spülmittel auf einer sauberen Stelle der Milch macht seine eigene freie Stelle auf; ein Tropfen auf eine Stelle, die schon seifig ist, bewirkt kaum etwas. Auch auf nasser Wasserfarbe geht es: Das Spülmittel hinterlässt ein helles Loch mit einem farbigen Ring. Die Milch ist im Spiel auch echtes Essen: Lass sie stehen, tippe auf 3 Tage warten, und Schimmel wächst darauf, und die Ameisen kommen.

Du brauchst
Einen flachen Teller (auf einem weißen sieht man die Farben am besten)
Vollmilch (3,5 % Fett), so viel, dass der Boden etwa 1 cm hoch bedeckt ist
Lebensmittelfarbe in zwei bis vier Farben
Spülmittel in einem kleinen Becher
Wattestäbchen
Ein altes Geschirrtuch unter dem Teller
Manche nennen das Experiment Zaubermilch oder Regenbogenmilch. Es ist immer dasselbe.
Bedeck den Tellerboden mit Milch und warte einen Moment, bis die Oberfläche ruhig ist.
Tropf Lebensmittelfarbe in die Mitte, dicht beieinander, aber ohne dass sich die Tropfen berühren. Schau: Sie bleiben einfach liegen.
Tupf mit einem trockenen Wattestäbchen ohne Spülmittel in die Milch. Es passiert kaum etwas. Das ist dein Kontrollversuch: Er zeigt, dass das Spülmittel die Arbeit macht.
Frag: Was machen die Farben, wenn Spülmittel die Milch berührt? Mischen sie sich, sinken sie oder flitzen sie weg?
Tunk ein neues Wattestäbchen ins Spülmittel und halte die Spitze etwa zehn Sekunden lang in die Mitte der Milch. Schau zu, wie die Farben nach außen schießen.
Tupf an anderen Stellen oder nimm frisches Spülmittel, wenn es langsamer wird. Jeder neue Tupfer gibt einen kleineren Wirbel.
Oben auf der Milch liegt so etwas wie eine dehnbare Haut. Das Spülmittel macht die Haut dort schwach, wo es sie berührt, und der Rest der Haut zieht sich weg und nimmt die Farben mit auf die Reise.
Für Erwachsene. Milch ist vor allem Wasser, in dem winzige Fetttröpfchen und Eiweiß verteilt sind. Ihre Oberfläche verhält sich wie eine gespannte Haut (Oberflächenspannung). Spülmittel ist ein Tensid: Wo es die Milch berührt, senkt es die Oberflächenspannung, sodass die stärker gespannte Oberfläche weiter außen die Milch vom Spülmittel wegzieht (der Marangoni-Effekt) und die schwimmende Farbe mitnimmt. Tensid-Moleküle haben ein wasserliebendes und ein fettliebendes Ende, deshalb hängen sie sich auch an die Fetttröpfchen, und die Milch bleibt in Bewegung, bis sich das Spülmittel gleichmäßig verteilt hat. Darum wird der Wirbel langsamer und hört auf, darum startet ihn frisches Spülmittel neu, und darum wirbelt Vollmilch mit mehr Fett meist länger als fettarme Milch. Ein neuer Stoff entsteht nicht: Das ist eine physikalische Veränderung, keine chemische Reaktion.
Für Lehrkräfte
Oberflächenspannung ist kein Grundschulbegriff. Nutzt die magische Milch deshalb als Einstieg ins naturwissenschaftliche Arbeiten, das der Perspektivrahmen Sachunterricht (GDSU) in der naturwissenschaftlichen Perspektive beschreibt: ein Kontrollversuch (das trockene Wattestäbchen), nur eine Sache verändern (Vollmilch oder fettarme Milch) und genau beobachten. Am Whiteboard zeigt die App den Effekt ohne einen einzigen Teller Milch; danach testen Gruppen ihre eigene Frage auf dem Teller.
Spülmittel senkt die Oberflächenspannung der Milch dort, wo es sie berührt. Die Oberfläche zieht sich vom Spülmittel weg und nimmt die Lebensmittelfarbe mit. Außerdem hängt sich das Spülmittel ans Fett der Milch, was sie in Bewegung hält, bis es sich verteilt hat.
Nur ein bisschen. Auf Wasser breitet sich die Farbe aus und sinkt, und Spülmittel schubst sie kurz nach außen, aber die langen, wirbelnden Schlieren bleiben aus, weil Wasser kein Fett hat, an dem das Spülmittel weiterarbeiten kann.
Vollmilch mit 3,5 % Fett gibt meist den kräftigsten und längsten Wirbel. Fettarme Milch bewegt sich auch, kommt aber schneller zur Ruhe, und das ist ein schöner Vergleich.
Sobald sich das Spülmittel gleichmäßig über die Milch verteilt hat, gibt es an der Oberfläche keinen Unterschied mehr, an dem es ziehen kann. Ein frischer Tupfer Spülmittel an einer neuen Stelle, und es geht wieder los.
Ja. Magische Milch, Zaubermilch oder Regenbogenmilch: Es ist immer derselbe Teller mit Milch, Lebensmittelfarbe und Spülmittel.